Ellen

ellen netz

Nach vielen Jahren innerer Arbeit war auf einmal alles anders und nichts hat sich verändert. So kann ich mein erstes Erwachen 2004 bezeichnen. Es war, als wenn ich über der Wolkendecke die immer scheinende Sonne sehe. Drei Monate Glückseligkeit pur. Dann fiel mir auf, dass mein Mitgefühl für Menschen, die im Leid verstrickt waren, verloren ging und das gefiel mir nicht. Also beschloss ich, diesen wunderschönen Zustand zu verlassen und mich wieder auf die Prozessarbeit einzulassen. Zu meinem Erstaunen blieb dieser neue veränderte Zustand auf einer Ebene erhalten. Das tiefe Wissen über die Kontinuität der Sonne ist geblieben, egal wie dick die Wolkendecke auch gerade ist, und wie sehr ich gerade nass werde.

Einige Jahre später konnte ich wieder wahrnehmen, dass es möglich war, sich auf eine Art glückliche Wolke zu heben. Nur dann meldete sich eine Stimme, die mir erklärte, dass die Anteile, die noch nicht von mir anerkannt sind, sich wieder inkarnieren müssen, da sie in der Spaltung zurückbleiben und auch dieses gefiel mir nicht. Daher entschied ich mich, alle, aber auch wirklich alle Anteile meiner selbst aufzuspüren und zu mir zu holen, mit dem Risiko, dass ich so lange inkarniere, bis alle fühlenden Wesen erwacht sind, da ja alles eins ist.

Durch die Kombination von westlicher Tiefenpsychologie und östlicher Philosophie habe ich gelernt, meine Gefühle bedingungslos anzuerkennen und mich so zu lieben, wie ich bin. Und es haben sich eigene Methoden entwickelt, die ich in Form von therapeutischen Seminaren, Einzel- und Paartherapien, Gruppentherapien und beim „Satsang der Gefühle“ weitergebe.

Der Kernpunkt meiner Arbeit lässt sich in 4 Punkten zusammenfassen.

1. Alles ist ein Spiegel meiner selbst.

2. Was macht es mit mir, dass die Dinge so sind, wie sie sind?

3. Die Gefühle, mit dem gefühlten Risiko, das sie für immer und ewig da bleiben, anerkennen.

4. Wie geht es meinen Gefühlen mit mir?

Zu Punkt 1

Alles ist ein Spiegel meiner selbst.Das heißt für mich, dass nicht nur meine Eigenarten und Qualitäten gespiegelt werden, sondern auch, dass meine verdrängten Gefühle ausgelöst und meine verleugneten Anteile gespiegelt werden. Meine Mitmenschen und die Umwelt sind also Spiegel und Auslöser. So wie ich mit mir bin, so ist das Leben zu mir.

Zu Punkt 2

Was macht es mit mir, dass die Dinge so sind, wie sie sind?

Hier geht es darum genau hinzufühlen, was ich wirklich fühle. Allzu oft werden die eigentlichen Gefühle so verdrängt, dass wir zum Beispiel bei Hilflosigkeit wütend werden und blind um uns schlagen, oder bei Wut herumheulen, ohne dass sich irgendetwas ändert.

Zu Punkt 3

Diese ausgelösten Gefühle (nicht die Situationen / Handlungen), sondern nur die Gefühle, bedingungslos anerkennen und fühlen, mit dem gefühlten Risiko, dass sie für immer und ewig dableiben, d.h. mich selber mit diesen Gefühlen bedingungslos annehmen.

Hier baue ich noch einen kleinen psychologischen Trick mit ein. Ich mache mir bewusst, dass die ausgelösten Gefühle etwas sind, was in der Vergangenheit gefühlt wurde. Oftmals sind es die Gefühle, die wir als Kind abspalten mussten, um überleben zu können. Daher heißt in einem Prozess mein Mantra: So habe ich mich gefühlt, als ich klein war. Oder: So fühlen sich meine Anteile, wenn ich sie nicht haben will. In jedem Fall mache ich mir klar, dass ich über das Außen etwas gespiegelt bekomme, was ganz bestimmt mit mir etwas zu tun hat und das Resultat ist, wie ich mit mir bin.

Punkt 4

Wie geht es meinen Gefühlen mit mir? (Rückkopplung)

Hier frage ich meine Gefühle, wie es ihnen damit geht, dass ich sie anerkenne und auch wirklich haben möchte.

Wenn es meinen Gefühlen mit mir gut geht, dann geht es mir gut, da das Leben mit mir so umgeht, wie ich mit mir umgehe, und wie ich mit mir bin.

Seit 20 Jahren erforsche ich diese Zusammenhänge und habe immer wieder dieselbe Erfahrung gemacht. In dem Moment, in dem ich das Gefühl, welches gerade ausgelöst wird, anerkenne, entspannt sich etwas in mir, und mein Leben verändert sich.

www.gefuehlestellen.de