Weisheits-Blog
Trage dich hier ein für unseren regelmäßigen Newsletter, Produkt-Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise.
Kostenlos. Du kannst dich jederzeit wieder abmelden.

Spirituelles Erwachen: Warum sich alles leer anfühlt – und warum das normal ist

pic 140126


Es gibt Phasen auf dem Weg des Erwachens, in denen sich das Leben nicht wie ein Durchbruch anfühlt, sondern eher wie ein innerer Stillstand. Menschen berichten davon, dass das alte Leben nicht mehr trägt, während das neue noch nicht sichtbar ist. Was früher Sinn gegeben hat, fühlt sich plötzlich leer an. Beziehungen, Arbeit, Ziele – all das scheint seinen Halt verloren zu haben. Diese Leere ist kein Zeichen von Rückschritt, sondern oft ein natürlicher Übergang.

Viele erwarten, dass Erwachen sich lichtvoll, friedlich oder ekstatisch anfühlt. Doch für viele beginnt es anders. Es beginnt mit einem inneren Bruch. Man kann nicht mehr so weiterleben wie bisher, weiß aber auch noch nicht, wie man stattdessen leben soll. Diese Phase fühlt sich an wie ein Dazwischenhängen. Mit einem Bein steht man noch in der alten Welt, mit dem anderen ist man innerlich bereits über eine Schwelle gegangen. Diese Spannung kann sehr verunsichernd sein.

In dieser Zeit entsteht oft eine große Diskrepanz zwischen innerem Erleben und äußerer Wirklichkeit. Innen ist etwas grundlegend anders geworden – weiter, leerer, stiller oder fragiler. Außen aber läuft das Leben scheinbar unverändert weiter. Das Innere erkennt sich nicht mehr im Äußeren wieder. Genau diese Diskrepanz erzeugt Irritation, Angst und manchmal das Gefühl, völlig den Faden verloren zu haben.

Nicht selten taucht dabei der Gedanke auf, gescheitert zu sein. Vorher war man jemand, hatte Rollen, Fähigkeiten, ein Gefühl von Kontrolle. Jetzt scheint all das wegzubrechen. Man fühlt sich wie „nichts mehr“ – ohne Orientierung, ohne Boden. Diese Erfahrung kann beängstigend sein, besonders wenn sie mit innerer Starre oder der Angst vor der Leere verbunden ist. Doch auch das ist Teil des Prozesses.

Erwachen ist nicht nur ein Erkennen, sondern auch ein Integrationsweg. Und Integration geschieht meist Schritt für Schritt. Das Alte kann nicht einfach übersprungen werden, sondern will bewusst losgelassen werden. Genau darin liegt die Herausforderung. Loslassen fühlt sich oft wie ein Opfer an. Man glaubt, etwas zu verlieren – Sicherheit, Identität, Zugehörigkeit. Erst später wird klar, dass es kein echtes Opfer war, sondern ein Tausch: Enge gegen Weite, Kontrolle gegen Vertrauen.

Ein hilfreiches Bild für diese Phase ist das eines Swimmingpools. Man steigt die Leiter hinab, hält sich fest und spürt das Wasser. Irgendwann kommt der Moment, in dem man die Leiter loslassen muss, um schwimmen zu können. Viele halten zunächst noch mit einer Hand fest – oder nur mit einem Finger. Auch das ist in Ordnung. Vertrauen wächst nicht durch Zwang, sondern durch Erfahrung.

Gleichzeitig ist es wichtig, nichts zu überstürzen. Loslassen bedeutet nicht, alles auf einmal hinter sich zu lassen. Es ist ein schmaler Grat zwischen Festhalten und Übereifer. Manche Menschen sind wagemutig und springen schneller. Andere haben viel zu verlieren oder empfinden große Verantwortung. Beides ist richtig. Der Weg ist individuell.

Hilfreich kann es sein, sich in dieser Phase auszutauschen. Mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder diesen Weg bereits kennen. Nicht, um sich zu vergleichen, sondern um zu verstehen, dass das Erlebte normal ist. Oft entsteht allein durch dieses Verstandenwerden wieder ein Gefühl von Boden und Sicherheit.

Wichtig ist auch zu wissen: Niemand muss diesen Schritt erzwingen. Erwachen ist kein Projekt, das man erfolgreich abschließen muss. Es wirkt wie ein Magnet. Ob heute, nächstes Jahr oder in zehn Jahren – wenn die innere Sicherheit da ist, geschieht das Loslassen ganz von selbst. Druck ist hier nicht hilfreich.

Selbst wenn man sich noch nicht traut, weiterzugehen, ist das kein Fehler. Der Prozess hört nicht auf, nur weil man stehen bleibt. Er arbeitet weiter im Hintergrund. Und irgendwann entsteht ein inneres Ja, das nicht mehr aus Angst, sondern aus Klarheit kommt.

Am Ende führt dieser Weg nicht weg vom Leben, sondern tiefer hinein. Die Leere, die sich zunächst bedrohlich anfühlt, entpuppt sich als Raum. Ein Raum, in dem etwas Neues entstehen kann – jenseits alter Rollen, aber ganz nah am eigenen Sein. Was sich jetzt leer anfühlt, ist oft einfach nur ungewohnt weit.


Hier findest du zum Thema einen Videobeitrag. Klicke auf das Bild und abonniere unseren Youtube Kanal:

thumbnail 140126


AKADEMIE ERLEUCHTUNG

Edition Erleuchtung

YOUTUBE

Edition Erleuchtung

 FACEBOOK

Edition Erleuchtung

EDITION ERLEUCHTUNG

Edition Erleuchtung

LUDMILLAS BUCH ZUM ERWACHEN und dem Weg danach

ROLANDS 1. BUCH

ROLANDS 2. BUCH

* Copyright © 2023 Der kleine Buddha Publishing - Ludmilla & Roland - Alle Rechte vorbehalten.

Impressum | Datenschutz 

Ludmilla & Roland // Netzwerk-Erleuchtung Berlin